Sitzungsarten


Basiskurse
In diesen Kursen wird ein Überblick über das gesamte Gebiet der Interventionsradiologie präsentiert und anhand von konkreten Fällen erklärt. Dieses Sitzungsformat eignet sich besonders für StudentInnen, für junge ÄrztInnen als Vorbereitung auf die Facharztprüfung und ÖGIR-Zertifizierung sowie für medizinisch-technische RadiologieassistentInnen bzw. RadiologietechnologInnen, die ihr Wissen erweitern wollen.

Breaking News
In der „Breaking News“ Sitzung werden neueste internationale Trends aus verschiedensten Bereichen der interventionellen Radiologie vorgestellt. Obwohl sich diese Techniken noch in einem frühen Stadium befinden, haben sie das Potential die IR Praxis in den kommenden Jahren zu prägen.

DeGIR/ÖGIR-QS-Anwendertreffen
Das Anwendertreffen ist 2018 wieder als Qualitätszirkel geplant. Inhaltlich werden drei Themenkomplexe angesprochen, die mit den Anwendern diskutiert werden:

  1. Zahlen, Auswertungen und Ergebnisse der DeGIR-Software: Präsentiert werden die Entwicklung der Teilnehmerzahlen und der gemeldeten Interventionen des abgeschlossenen Jahres 2016 und des noch offenen Datensatzes des Jahres 2017, der am 28.02.2018 geschlossen wird.
  2. Registry New Devices: Zu den „Registry New Devices Neuro“ und „Registry New Devices Extracranial“ werden Ergebnisse mit Beispielen demonstriert und diskutiert.
  3. Neuerungen in der Software: Mit dem Versionswechsel am 01.01.2018 werden neue Funktionen implementiert und Fehler behoben. Diese werden live demonstriert.


Der heiße Stuhl
Dieses Sitzungsformat wurde konzipiert, um strittige Themen aus verschiedensten Bereichen der Medizin darzustellen und interdisziplinär zu diskutieren. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche, aber auch in der Auseinandersetzung mit Pro- und Kontra-Argumenten.

Ein Fall der mich nicht schlafen ließ

Wer kennt nicht einen Fall, der während eines einfach scheinenden Eingriffs plötzlich eine dramatische Wendung erfuhr und die ganze Expertise des Interventionalisten erforderte, um doch noch einen guten Ausgang zu nehmen. Beispiele aus dem Alltag von interventionellen RadiologInnen sollen aufzeigen, wo Gefahren lauern und wie auch schwierige Aufgaben durch Erfahrung und Tricks gelöst werden können.

Fachkunde "Durchleuchtungsgestützte Interventionen"
Gemäß der aktuellen Richtlinie „Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz bei dem Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin“ (RöV, D) wird anlässlich des IROS 2018 wieder der Spezialkurs „Durchleuchtungsgestützte Interventionen“ angeboten.

Seit 2012 umfasst dieser Kurs acht Unterrichtseinheiten, die zur Hälfte im Rahmen eines Online-Kurses abgehalten werden. Die andere Hälfte wird, wie bisher, als Präsenzkurs mit der erforderlichen schriftlichen Prüfung auf dem IROS durchgeführt.

Hands-on-Workshops
Während der Hands-on-Workshops haben Teilnehmer die Möglichkeit, unter Anleitung von Tutoren, Erfahrung mit diversen Behandlungsmethoden zu sammeln sowie den praktischen Umgang mit verschiedensten IR Materialien zu üben.

Im Rahmen des IROS 2018 werden die folgenden Hands-on-Workshops angeboten:

  • Onkologischer Hands-on-Workshop
  • Schlaganfallbehandlung
  • Vaskulärer Hands-on-Workshop

Zusätzlich wird es auch Hands-on-Workshops für MTRA/RT geben, die auf die Bedürfnisse von medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA) bzw. Radiologietechnologen (RT) abgestimmt sind, sowie von jungen Ärzten, die sich auf ihre Facharztprüfung vorbereiten wollen:

  • Notfallmedizin, Blutung und Thrombektomie

Nähere Informationen zu den Hands-on-Workshops finden Sie hier.

Interventionelle Radiologie und Strahlenschutz: leicht gemacht
Interventionelle Eingriffe können für PatientInnen und UntersucherInnen eine hohe Strahlenbelastung beinhalten. Die Augenlinse der UntersucherInnen sollte z.B. pro Jahr mit nicht mehr als 20mSv belastet werden. In der Praxis stellt sich die Frage, wie die UntersucherInnen erkennen, ob ihre jährliche maximale Linsendosis überschritten wurde oder welche Maßnahmen sie treffen müssen, um eine Überschreitung zu vermeiden. Eine Hautdosisexposition der PatientInnen von 3 Gy kann zu Hautschädigungen führen, deshalb sollten PatientInnen mit einer derart hohen Hautdosis nachgesorgt werden. Im klinischen Alltag stellt sich die Frage, wie die InterventionalistInnen erkennen, wann die kritische Dosis erreicht wird und was sie tun können, um deren Überschreitung zu vermeiden. Diese und andere praxisrelevante Fragen werden in der Sitzung diskutiert. Ziel ist es, das eingriffbedingte Strahlungsrisiko für PatientInnen und BehandlerInnen transparent zu machen und Handlungsanweisungen zu geben, wie das Strahlungsrisiko für beide minimiert werden kann.

Morbidity & Mortality
Im Rahmen der Morbidity & Mortality Konferenz werden Fälle präsentiert, die zu Komplikationen geführt haben oder für die PatientInnen tödlich endeten. Die TeilnehmerInnen haben auf diese Weise die Möglichkeit, von den Erfahrungen ihrer KollegInnen zu lernen und wertvolle Tipps für die Praxis zu sammeln.

MTRA-Workshops
Bei zahlreichen Interventionen handelt es sich um komplexe Eingriffe, die neben der detaillierten Kenntnis der spezifischen Interventionstechnik und der verwendeten Materialien ein eingespieltes Team erfordern. In diesem Team spielen die medizinisch-technischen RadiologieassistentInnen bzw. RadiologietechnologInnen, Angioschwestern und anderweitiges in der Angio eingesetztes medizinisches Personal eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund bieten wir vier speziell auf diese Zielgruppe abgestimmte Workshops an.

Die MTRA/RT-Kurse im Rahmen des IROS 2018 werden mit freundlicher Unterstützung des Dachverbandes für TechnologInnen und AnalytikerInnen in der Medizin Deutschland (DVTA), der Schweizerischen Vereinigung der Fachleute für med. techn. Radiologie (SVMTRA) sowie der Vereinigung der Medizinisch-Technischen Berufe in der Deutschen Röntgengesellschaft (VMTB) durchgeführt. 

Patientenführung in der Radiologie
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dealerweise erfolgt die Rekrutierung und Behandlung von PatientInnen über klinische Einheiten (Ambulanzen oder Stationen) die von interventionellen RadiologInnen betrieben und geführt werden. Im Falle des Fehlens eigener (interventionell) radiologischer Versorgungseinheiten (Bettenstation und/oder Ambulanzen) ist die PatientInnenführung durch interventionelle RadiologInnen die wichtigste Möglichkeit gegenüber den klinischen Partnern und den PatientInnen als eigenständige Disziplin präsent zu sein.

Die einzelnen Vorträge beschäftigen sich mit den Möglichkeiten, sich sowohl als niedergelassene interventionelle RadiologInnen als auch als „KrankenhausradiologInnen“ an den Prozessen von Diagnostik (Screening), Therapieplanung und Therapie (Gefäßboard, Tumorboard, …) zu beteiligen, zu integrieren und gleichzeitig als klinischer Partner präsent zu sein. In dieser Sitzung werden die jeweiligen Szenarien in der peripheren Gefäßmedizin, Onkologie und im Management von Gefäßmalformationen präsentiert.

Poster-Safari

Bei diesen informellen Präsentationsrunden an den Poster-Terminals werden die elektronischen Poster, die für den IROS 2018 eingereicht und angenommen worden sind, vorgestellt. Eine Autorin bzw. ein Autor pro Poster wird die Arbeit präsentieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Zwei ModeratorInnen werden die Präsentationsrunden leiten.

Refresherkurse
Die Refresherkurse behandeln verschiedenste Aspekte der interventionellen Radiologie. Sie konzentrieren sich auf Grundprinzipien und veranschaulichen bestimmte Verfahrensweisen. Refresherkurse eignen sich als Auffrischungskurse für erfahrene ÄrztInnen, aber auch als Basiskurse für ÄrztInnen in Ausbildung.

Satellitensymposien
Satellitensymposien werden von Firmen organisiert, um Produkte vorzustellen und neueste Erkenntnisse sowie wissenschaftliche Errungenschaften von hochkarätigen ExpertInnen präsentieren zu lassen.

Scientific Splash
Neue wissenschaftliche Konzepte, Ideen oder Resultate sollen einem breiten Kongresspublikum vorgestellt werden. Dazu werden die besten Poster präsentiert, die für den IROS 2018 eingereicht worden sind. Im Anschluss an die Präsentationen wird es Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum geben.

Spezialkurse 
In den Spezialkursen werden Fallpräsentationen zu verschiedensten interventionellen Themen gehalten. Die TeilnehmerInnen haben dadurch die Möglichkeit, auf informelle und interaktive Weise von der Expertise ihrer KollegInnen zu lernen. Zusätzlich bietet dieses Sitzungsformat Gelegenheit zur Diskussion und für Fragen aus dem Publikum.

Statistik für Mediziner – Workshop Critical Appraisal
Kaum eine Studie in der medizinischen Forschung kommt ohne Statistik aus. Jedoch haben andere Faktoren, wie z.B. Studiendesign oder Outcome-Definition einen großen Einfluss auf Relevanz und Validität der Resultate. Ziel des Workshops ist es, Strategien zur Beurteilung der Studienqualität zu vermitteln. Dies beinhaltet auch Resultate (kritisch) zu hinterfragen und die Relevanz der Studienresultate für eigene Arbeit und Forschung zu erkennen.

Video-Cases
Bei diesem Sitzungsformat werden technische und klinische Aspekte verschiedener interventioneller Verfahren mit Hilfe aufgezeichneter Fälle anschaulich präsentiert. Vor jedem Fall wird die Patientengeschichte beschrieben und die geplante Intervention sowie die verwendeten Materialien erklärt. Bei jedem Video-Case wird es Gelegenheit zur Diskussion sowie für Fragen aus dem Publikum geben.