Sitzungsarten


Basiskurse
In diesen Kursen wird ein Überblick über das gesamte Gebiet der Interventionsradiologie präsentiert und anhand von konkreten Fällen erklärt. Das Sitzungsformat eignet sich besonders für StudentInnen, für junge ÄrztInnen als Vorbereitung auf die Facharztprüfung und DeGIR-/ÖGIR-/DGNR-/ÖGNR-Zertifizierung sowie für medizinisch-technische RadiologieassistentInnen bzw. RadiologietechnologInnen, die ihr Wissen erweitern wollen.

DeGIR/ÖGIR-QS-Anwendertreffen
Das Anwendertreffen ist 2019 wieder als Qualitätszirkel geplant. Neben der Präsentation der üblichen Zahlen wird der Schwerpunkt auf den Erfahrungen und Fragen mit der neuen Software liegen:

  1. Zahlen, Auswertungen und Ergebnisse der DeGIR-/ÖGIR-Software: Präsentiert werden die Entwicklung der Teilnehmerzahlen und der gemeldeten Interventionen des Jahres 2017.
  2. Registry New Devices: Zu dem „Registry New Devices Neuro“ werden Ergebnisse mit Beispielen demonstriert und diskutiert. Das Register für die „nicht neuroradiologischen“ Devices wird nicht weitergeführt.
  3. Neuerungen in der Software: Geplante Neuerungen für die Software werden vorgestellt und Wünsche der Anwender zur Software diskutiert.


Der heiße Stuhl
Dieses Sitzungsformat wurde konzipiert, um strittige Themen aus verschiedensten Bereichen der Medizin darzustellen und interdisziplinär zu diskutieren. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche, aber auch in der Auseinandersetzung mit Pro- und Kontra-Argumenten.

Ein Fall der mich nicht schlafen ließ

Wer kennt nicht einen Fall, der während eines einfach scheinenden Eingriffs plötzlich eine dramatische Wendung erfuhr und die ganze Expertise des Interventionalisten erforderte, um doch noch einen guten Ausgang zu nehmen? Schlafraubend kann aber auch eine Intervention sein, die schon in der Planung einen hohen Schwierigkeitsgrad oder besondere Unsicherheiten des Interventionsverlaufs erwarten lässt.

Beispiele aus dem Alltag von interventionellen RadiologInnen sollen aufzeigen, wo Gefahren lauern und wie auch schwierige Aufgaben durch Erfahrung und Tricks gelöst werden können.

Fachkunde "Durchleuchtungsgestützte Interventionen"
Auch 2019 wird wieder der Strahlenschutz-Spezialkurs „Durchleuchtungsgestützte Interventionen“ angeboten. Er umfasst acht Unterrichtseinheiten, die zur Hälfte im Rahmen eines Online-Kurses abgehalten werden. Die andere Hälfte wird, wie bisher, als Präsenzkurs mit der erforderlichen schriftlichen Prüfung auf dem IROS durchgeführt.

Der Kurs wird von der Strahlenschutzkursstätte Nürnberg-Erlangen (DE), dem Bundesamt für Gesundheit BAG (CH) und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (AT) als Fortbildungsveranstaltung angerechnet.

Fokuskurse & Live-in-Box-Präsentationen
Die Fokuskurse behandeln verschiedenste Bereiche der interventionellen Radiologie und werden in manchen Sitzungen von anderen klinischen Disziplinen mitgestaltet. Sie konzentrieren sich auf Grundprinzipien und veranschaulichen bestimmte therapeutische Verfahrensweisen.

Ausgewählte Einheiten dieses Sitzungsformats werden in Kombination mit Video-Case-Präsentationen (Live-in-Box-Präsentationen) stattfinden. Hierbei werden thematisch abgestimmte Fälle hinsichtlich technischer und klinischer Aspekte der interventionell angewandten Verfahren präsentiert und diskutiert. Vor jedem Fall wird die Patientengeschichte beschrieben und die geplante Intervention sowie die verwendeten Materialien erklärt.

Das IROS-Programmkomitee hat sich grundsätzlich dafür entschieden, statt echter Live-Fälle ausschließlich aufgezeichnete Interventionen zu zeigen. Sowohl ethische als auch didaktische Gründe waren hierfür ausschlaggebend. Der für die Live-in-Box-Fälle verantwortliche Interventionalist ist bei der Sitzung anwesend und kann die Video-Case-Präsentation jederzeit unterbrechen, um Fragen aus dem Auditorium zu beantworten.

Fokuskurse eignen sich als Auffrischungskurse für erfahrene ÄrztInnen, aber auch für ÄrztInnen in Weiterbildung, die sich auf höherem Niveau mit bestimmten Interventionen beschäftigen möchten.

Hands-on-Workshops
Während der Hands-on-Workshops haben TeilnehmerInnen die Möglichkeit, unter Anleitung von TutorInnen, Erfahrung mit diversen Behandlungsmethoden zu sammeln sowie den praktischen Umgang mit verschiedensten Interventions-Materialien zu üben.

Im Rahmen des IROS 2019 werden die Hands-on-Workshops thematisch an die Basiskurse gekoppelt sein und zu folgenden Themen angeboten:

  • Embolisationsmaterialien
  • Schlaganfallbehandlung & Karotisstenting


Morbidity & Mortality
Im Rahmen der Morbidity & Mortality-Konferenz werden Fälle präsentiert, die zu Komplikationen geführt haben oder für die PatientInnen tödlich endeten. Die TeilnehmerInnen haben auf diese Weise die Möglichkeit, von den Erfahrungen ihrer KollegInnen zu lernen und wertvolle Tipps für die Praxis zu sammeln.

MTRA/RT-Kurse & Hands-on-Workshop
Bei zahlreichen Interventionen handelt es sich um komplexe Eingriffe, die neben der detaillierten Kenntnis der spezifischen Interventionstechnik und der verwendeten Materialien ein eingespieltes Team erfordern. In diesem Team spielen die medizinisch-technischen RadiologieassistentInnen bzw. RadiologietechnologInnen, Angioschwestern und anderweitiges in der Angio eingesetztes medizinisches Personal eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund bieten wir speziell auf diese Zielgruppe abgestimmte Kurse und einen Hands-on-Workshop an.

Die MTRA/RT-Sitzungen werden mit freundlicher Unterstützung des Dachverbandes für TechnologInnen und AnalytikerInnen in der Medizin Deutschland (DVTA), des Verbandes der RadiologietechnologInnen Österreichs (RTaustria), der Schweizerischen Vereinigung der Fachleute für medizinisch technische Radiologie (SVMTRA) sowie der Vereinigung der Medizinisch-Technischen Berufe in der Deutschen Röntgengesellschaft (VMTB) durchgeführt.

Poster Top Ten
Neue wissenschaftliche Konzepte, Ideen oder Resultate sollen einem breiten Kongresspublikum vorgestellt werden. Dazu werden 10 ausgewählte Poster präsentiert, die für den IROS 2019 eingereicht worden sind. Im Anschluss an die Präsentationen wird es Gelegenheit für Fragen geben. Darüber hinaus hat das Publikum am Ende der Sitzung die Möglichkeit, mittels e-Votings die 5 herausragendsten Arbeiten zu wählen, die anschließend mit einer Prämie ausgezeichnet werden.

Satellitensymposien
Satellitensymposien werden von Firmen organisiert, um Produkte vorzustellen und neueste Erkenntnisse sowie wissenschaftliche Errungenschaften von hochkarätigen ExpertInnen präsentieren zu lassen.

Simulatortraining
Das Simulatortraining richtet sich an Fortgeschrittene in der interventionellen Radiologie, die die Möglichkeit haben werden, sich durch praktische Übungen an elektronischen Simulatoren in Spezialinterventionen einzuarbeiten.

Spezialkurse 
In den Spezialkursen werden Fallpräsentationen zu verschiedensten interventionellen Themen gehalten. Die TeilnehmerInnen haben dadurch die Möglichkeit, auf informelle und interaktive Weise von der Expertise ihrer KollegInnen zu lernen. Zusätzlich bietet dieses Sitzungsformat Gelegenheit zur Diskussion und für Fragen aus dem Publikum.

Statistik für interventionelle Radiologen
Medizinische Statistik ist für die Durchführung und Interpretation empirischer Studien essentiell. Als problematisch empfinden viele Kollegen die Kommunikation mit professionellen Statistikern: häufig blockieren unterschiedliche Gepflogenheiten und Vokabular (Medizin auf der einen, Statistik auf der anderen) das gegenseitige Verständnis. Die Sitzung soll eine praktische Einführung zu Interpretation und Anwendung medizinischer Statistiken im Bereich der Interventionellen Radiologie aus medizinischer Sicht geben. Dazu gehört auch eine Grenzziehung zwischen den leicht selbst durchzuführenden und interpretierenden Statistiken und solchen, für die die Konsultation eines Statistikers empfehlenswert ist.